Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis auf unserer Website zu optimieren. Indem wir verstehen, wie Sie unsere Website nutzen, können Inhalte entsprechend angepasst werden. Alle akzeptieren auf “Alles akzeptieren” stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, mehr dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzeinstellungen

Legen Sie individuell fest, welche verwendete Tags / Tracker / Analyse-Tools auf dieser Webseite geladen werden können um Daten zu verarbeiten.

HR Technologien

Manuelle Zeiterfassung durch ein digitales System ersetzen: 7 Schritte

Marlen Kothen - HRlab

Marlen Kothen

am 6. November 2026 • 4 Min. Lesezeit

Wachstum braucht skalierbare Prozesse, das gilt auch für die Zeitwirtschaft in Unternehmen. Manuelle Stundenzettel und Excel-Listen kosten HR jeden Monat Zeit: Übertragen, Nachfragen, Korrigieren. Diese Anleitung zeigt, wie Sie die Umstellung auf ein digitales System planen, ohne dass der Monatsabschluss ins Stocken gerät.

Manuelle Zeiterfassung durch ein digitales System ersetzen: 7 Schritte

In wenigen Schritten von Papier und Excel zur digitalen Zeiterfassung

Der Auswahlprozess

Unternehmen, die die Zeiterfassung am Arbeitsplatz vereinfachen möchten, stehen zunächst vor der Herausforderung des Auswahlprozesses. Dieser lässt sich am besten strukturiert lösen:

1. Ist-Zustand erheben

Halten Sie fest wie aktuell erfasst wird:

  • Wer nutzt Stundenzettel, wer Excel, wer gar nichts?
  • Wo entstehen Rückfragen und Korrekturen?
  • Wie lange dauert die Monatsvorbereitung für die Lohnabrechnung?

Diese Kennzahlen können später nützlich sein, um den Erfolg zu messen. Außerdem konkretisieren sie Ihre individuellen Anforderungen für den nächsten Schritt.

2. Anforderungen festlegen

Erfassen Sie alle im Unternehmen gelebten Arbeitszeitkonto-Modelle: Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Kernarbeitszeiten, Schichtpläne oder Überstundenregelungen.

Definieren Sie klare Genehmigungsworkflows, zum Beispiel wer Zeitkorrekturen oder Nachträge genehmigt. Klären Sie, wie die Daten in die Lohnabrechnung kommen, etwa über DATEV-Schnittstelle oder die Steuerkanzlei. Um für den Anbietervergleich für die geeignete Zeitwirtschaft gewappnet zu sein, markieren Sie sich am besten direkt jede Anforderung als MUSS, SOLL oder OPTIONAL. Tipp: Vergleichen Sie Anbieter mit Ihren eigenen Anforderungen mit unserer kostenlose Vorlage zum Download. Die Matrix berechnet dann automatisch eine Punktzahl je Anbieter.

3. Stakeholder frühzeitig an Bord holen

Binden Sie Betriebsrat, Datenschutzbeauftragte und Teamleiter von Beginn an ein. Eine transparente Kommunikation ist hierbei entscheidend: Es geht um den Schutz vor Überlastung und die faire Bezahlung von Mehrarbeit, nicht um Leistungs- oder Verhaltenskontrolle.

**4. System auswählen **

Vergleichen Sie zwei bis drei Anbieter anhand Ihrer MUSS-Kriterien. Testen Sie die Systeme mit echten Fällen aus Ihrem Betrieb, etwa einer Nachtschicht oder einer Korrektur durch die Führungskraft.

Digitale Zeiterfassung in HRlab testen

Wie gelingt die digitale Zeiterfassung mit HRlab? Testen Sie die Umsetzung für ihr Unternehmen einfach selbst - für 28 Tage kostenlos. Keine Kreditkarte oder Kündigung nötig.

Digitale Zeiterfassung bei HRlab

Implementierungsphase

5. Ein Pilotteam beginnt mit der Umsetzung

Starten Sie mit einem Team, das typische Fälle abdeckt. Lassen Sie es zu Beginn ruhig parallel zu Papier oder Excel erfassen und vergleichen Sie die Ergebnisse. So finden Sie zum Beispiel schneller falsch eingestellte Pausenregeln oder Zeitmodelle, bevor sie alle betreffen.

6. Stichtag festlegen und Salden übernehmen

Wählen Sie einen Stichtag, idealerweise den Ersten eines Monats. Übernehmen Sie zu diesem Datum Überstundensalden und Resturlaub aus den alten Listen. Lassen Sie die Salden von den Beschäftigten bestätigen, das vermeidet spätere Diskussionen.

7. Schulen, live gehen, ersten Monatsabschluss prüfen

Zeigen Sie in einer kurzen Schulung, wie man mit dem System Kommen und Gehen erfasst, wie korrigiert wird und wie Urlaub beantragt werden kann. Prüfen Sie den ersten Monatsabschluss besonders genau, vor allem die Übergabe an die Lohnabrechnung.

3 typische Stolpersteine bei der Umstellung

  • Zeitmodelle nicht vollständig abgebildet: Sonderfälle wie Bereitschaft, Minijobs oder unterschiedliche Pausenregeln fallen oft erst im Live-Betrieb auf. Sammeln Sie sie in Schritt 2 vollständig und testen Sie sie im Pilot.
  • Alte Salden ungeprüft übernommen: Fehler aus Excel wandern sonst ins neue System. Lassen Sie Überstunden und Resturlaub vor dem Stichtag von Beschäftigten und Führungskräften bestätigen.
  • Team nicht mitgenommen: Wer den Nutzen nicht sieht, empfindet Zeiterfassung als Kontrolle. Zeigen Sie die Vorteile für die Beschäftigten: eigenes Überstundenkonto in der App, Urlaubsantrag per Klick, keine Zettel mehr.

Praxisbeispiel: Von Papier zu digital in zwei Wochen

Die Unternehmensgruppe Bikers Point mit rund 80 Beschäftigten hat ihre Papier-Stundenzettel durch HRlab ersetzt. Die digitale Zeiterfassung lief nach zwei Wochen reibungslos. Heute nutzt das Unternehmen zusätzlich Employee Self-Service für Urlaubsanträge und eine automatisierte Lohnvorbereitung. Wie das alles genau funktioniert hat, können Sie in unserem Interview nachlesen.

Newsletter

Spannende Themen der HR

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen im Personalwesen. Spannende Themen rund um die Entwicklung im Arbeitsrecht, Insights zu HR-Trends und Updates zu unschlagbaren Angeboten von HRlab erwarten Sie.

Newsletter abonnieren