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Karriereseite Best Practice: Studie verrät, was Gen Z sich wünscht
Marlen Kothen
am 27. November 2025 • 3 Min. Lesezeit
Die Karriereseite soll modern, attraktiv und informativ sein, gleichzeitig sollen offene Stellen schnell veröffentlicht und Bewerbungen unkompliziert verwaltet werden. Doch kaum jemand hat die Zeit, sich ständig mit technischen Details herumzuschlagen oder die Seite täglich zu aktualisieren. Genau hier setzen intelligente Lösungen wie HRlab an.

HR-Software als Gamechanger: Warum die Karriereseite ins Personalwesen gehört
Personalverantwortliche wissen, dass Recruiting ist eine umfangreiche Aufgabe ist, bei der am liebsten alles gleichzeitig geschehen soll: In kurzer Zeit passende Bewerber anziehen, überzeugen und dabei ein professionelles Bild abgeben.
Die Karriereseite als Ankerpunkt im Recruiting Funnel ist meist der erste digitale Berührungspunkt (First Touchpoint) potenzieller Bewerber mit Ihrem Unternehmen. Eine veraltete Seite oder langsame Ladezeiten können schnell zu einer ungewollten hohen Absprungrate noch vor dem Absenden der Bewerbung führen.
Karriereseite Best Practice: Das erwarten zum Beispiel junge Talente
Um Talente der Generation Z zu überzeugen, reicht ein „modernes Design“ allein nicht mehr aus. Laut der aktuellen Next Gen Recruiting Studie 2025 bilden sich 44,4 % der jungen Bewerber innerhalb von nur 1 bis 2 Minuten ein Urteil über Ihr Unternehmen. Wer hier nicht sofort liefert, verliert.
1. Mobile First ist keine Option, sondern Pflicht Fast jede zweite Person (ca. 44 %) recherchiert mobil via Smartphone oder Tablet. Daher gilt:
- Best Practice: Optimieren Sie Ladezeiten auf unter 3 Sekunden und nutzen Sie touchfreundliche Formulare. Ein textlastiger Titel oder fehlende Call-to-Actions (CTA) im sichtbaren Bereich (Above the Fold) führen zu sofortigen Absprüngen.
2. Informationstiefe: Gehalt und echter Arbeitsalltag
Die Studie zeigt eine klare Priorisierung der Inhalte, die auf keiner Karriereseite fehlen dürfen:
- Transparenz beim Gehalt: Für die Gen Z ist das Gehalt der wichtigste Informationspunkt (Ranking-Platz #1). 40 % finden es problematisch, wenn Unternehmen nach Gehaltsvorstellungen fragen, ohne selbst eine Spanne zu nennen.
- Authentizität vor Stockfotos: 79 % der Bewerber bevorzugen Unternehmen, die echte Mitarbeiter zeigen. Einblicke in den Arbeitsalltag (Videos, Teamstories) sind wichtiger als polierte Werbeversprechen.
3. Bewerbungshürden minimieren
Der Hauptgrund für Bewerbungsabbrüche sind laut Studie zu viele Pflichtfelder im Formular.
- Quick Fix: Reduzieren Sie die Abfrage auf das Wesentliche (Name, E-Mail, Lebenslauf).
- Account-Zwang vermeiden: Die obligatorische Registrierung eines Benutzerkontos ist eine massive Hürde, die junge Talente abschreckt.
4. Kommunikation: Persönlich statt automatisiert Trotz KI-Trend: 54,1 % der Gen Z bevorzugen die E-Mail oder ein Kontaktformular für Rückfragen, gefolgt vom Telefon (22,5 %). Daher der Tipp: Zeigen Sie echte Ansprechpartner mit Foto und direkten Kontaktdaten direkt im Jobposting. Das schafft Vertrauen und senkt die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme.
Der strategische Knackpunkt: Wer verwaltet die Inhalte?
Bisher entstand oft ein Flaschenhals zwischen IT, Marketing und Personalabteilung. Doch es ist sinnvoll, die Verantwortung direkt im HR-Bereich zu bündeln:
- Fachkompetenz: HR kennt Zielgruppen und Anforderungen am besten.
- Geschwindigkeit: Stellenanzeigen müssen sofort live gehen, wenn der Bedarf entsteht.
- Flexibilität: Anpassungen an Benefits oder Job-Details dürfen nicht an IT-Kapazitäten scheitern.
Die Lösung kann zum Beispiel in einer HR Software liegen, die das Recruiting im gesamten Prozess unterstützt.



