HR-Kennzahlen Dashboard: Visualisierung, Transparenz und Effizienz im HR-Alltag
Personalabteilungen im Mittelstand stehen heute vor der Herausforderung, viele Kennzahlen im Blick zu behalten und Entscheidungen schnell zu treffen. Ein HR-Kennzahlen Dashboard bündelt relevante Daten an einem zentralen Ort, visualisiert sie übersichtlich und unterstützt HR-Verantwortliche dabei, Entwicklungen zu erkennen und den Personalalltag effizient zu steuern. Wir verraten, wie ein Dashboard aufgebaut ist, wofür es genutzt wird und wie moderne HR-Software dabei helfen kann, Kennzahlen aktuell und verlässlich bereitzustellen.

Das Wichtigste in Kürze:
- Ein HR-Kennzahlen Dashboard ist eine digitale Übersicht zentraler HR-Kennzahlen.
- Es visualisiert Daten aus Personalcontrolling und HR-Systemen übersichtlich und in Echtzeit.
- Dashboards unterstützen HR-Leitung, Führungskräfte und Geschäftsführung bei täglichen Entscheidungen.
- Gut gestaltete Dashboards erhöhen Transparenz, sparen Reporting-Aufwand und fördern datenbasierte Personalarbeit.
Was ist ein HR-Kennzahlen Dashboard?
Ein HR-Kennzahlen Dashboard ist eine digitale, visuelle Übersicht zentraler Kennzahlen aus dem Personalwesen. Es fasst relevante HR-Daten an einem Ort zusammen und stellt sie übersichtlich dar, zum Beispiel in Form von Diagrammen, Kennzahlenfeldern oder Tabellen. Der Fokus liegt auf einer klaren Visualisierung und einer zentralen Gesamtübersicht. Die dargestellten Informationen werden in der Regel automatisch in Echtzeit oder in festen Intervallen aktualisiert, sodass jederzeit ein aktueller Stand verfügbar ist. Aufwändige manuelle Auswertungen oder das Zusammenführen verschiedener Listen entfallen.
Wofür wird ein HR-Kennzahlen Dashboard genutzt?
Ein HR-Kennzahlen Dashboard ist mehr als ein Visualisierungs-Tool, es ist ein täglicher Begleiter für alle, die mit Personaldaten arbeiten. Für die HR-Leitung bedeutet das: Alle wichtigen Personalthemen auf einen Blick. Ob steigende Krankenquoten, auffällige Fluktuation in einzelnen Abteilungen oder Engpässe bei der Personalbesetzung. Entwicklungen werden sichtbar, bevor sie zum Problem werden. Niemand muss mehr durch einzelne Excel-Listen klicken oder Reports manuell zusammenstellen.
Die Geschäftsführung nutzt das Dashboard als Entscheidungsgrundlage. Personalzahlen sind verständlich aufbereitet und lassen sich direkt in strategische Überlegungen einbeziehen – etwa bei Budgetplanungen oder Wachstumsentscheidungen. Auch Führungskräfte profitieren von der neuen Transparenz. Sie sehen auf einen Blick, wie es um ihre Teams steht: Wer ist verfügbar? Wo bahnen sich personelle Veränderungen an? Diese Informationen helfen dabei, den Überblick zu behalten und vorausschauend zu planen.
Gleichzeitig ersetzt das Dashboard das klassische, manuell erstellte Reporting. Statt monatlich Reports zu erstellen, stehen alle relevanten HR-Zahlen jederzeit aktuell zur Verfügung. Gerade für mittelständische Unternehmen, in denen HR-Teams oft klein besetzt sind, ist das eine echte Arbeitserleichterung. Das Dashboard schafft Transparenz und macht datenbasierte Personalarbeit zum Alltag – ohne zusätzlichen Aufwand.
Unterschied: HR-Kennzahlen Dashboard vs. Personalcontrolling
Das Personalcontrolling legt fest,** welche Kennzahlen erhoben und ausgewertet werden**, um personalbezogene Ziele zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Es bildet damit die inhaltliche und methodische Grundlage der Kennzahlenarbeit im HR-Bereich.
Ein HR-Kennzahlen Dashboard hingegen beantwortet die Frage, wie diese Kennzahlen sichtbar gemacht werden. Es visualisiert die Ergebnisse des Personalcontrollings übersichtlich und aktuell, sodass relevante Informationen schnell erfasst und im Arbeitsalltag genutzt werden können.
Kurz gesagt: Personalcontrolling schafft die Struktur, das HR-Kennzahlen Dashboard sorgt für Transparenz.
HR-Kennzahlen Dashboard: Aufbau und Beispiele
Ein gut gestaltetes HR-Kennzahlen Dashboard orientiert sich an den täglichen Bedürfnissen der Personalabteilung und der Führungskräfte. Dabei ist eine übersichtliche Gliederung in Bereiche, interaktive Visualisierungen und eine intuitive Bedienung entscheidend.
Beispielaufbau
- Kopfzeile / Übersicht
- Zeigt den aktuellen Stand aller zentralen Kennzahlen auf einen Blick
- Beispielsweise Gesamtzahl der Mitarbeitenden, offene Stellen, durchschnittliche Abwesenheitstage
- Ampel- oder Farbsystem für schnelle Orientierung
Mitarbeiterstruktur
- Visualisierung nach Abteilungen, Standorten oder Beschäftigungsarten
- Diagramme oder Balkengrafiken für Headcount, Anteil Teilzeit/Vollzeit, Altersstruktur
Abwesenheiten & Verfügbarkeit
- Heatmaps oder Kalenderansichten für Urlaub, Krankmeldungen, Homeoffice-Tage
- Frühzeitiges Erkennen von Engpässen oder erhöhten Ausfallquoten
Recruiting-Status
- Überblick über offene Stellen, Bewerberpipeline und Time-to-Hire
- Ampelsystem oder Fortschrittsbalken zeigt schnell, welche Positionen dringlich sind
Personalkosten-Übersicht
- Visualisierung von Gesamtkosten, Kosten pro Abteilung oder pro FTE (Full-Time Equivalent)
- Trendanzeigen helfen, Budgets zu überwachen und Abweichungen zu erkennen
Entwicklung & Qualifikation
- Fortschritte bei Schulungen, Weiterbildungsmaßnahmen oder Qualifikationsprofilen
- Darstellung von Skill-Lücken oder Erfolgen im Kompetenzaufbau
Tipps für die Gestaltung
- Klarheit & Struktur: Wichtige Kennzahlen auf einen Blick, Detailinfos nur bei Bedarf einblendbar.
- Farbcodierung & Symbole: Signale wie Ampeln, Pfeile oder Diagramme unterstützen schnelle Orientierung.
- Interaktivität: Filter nach Abteilungen, Standorten oder Zeiträumen erhöhen die Flexibilität.
- Regelmäßige Aktualisierung: Automatisierte Datenaktualisierung sorgt dafür, dass die Informationen immer aktuell sind.
Experteninterview: Die wichtigsten Recruiting KPI`s
Lina und Sophie von Talentwunder verraten in unserem Podcast "von HR für HR" die drei wichtigsten Kennzahlen aus dem Recruiting, die Personalverantwortliche definitiv auf dem Schirm haben sollten.

Vorteile eines HR-Kennzahlen Dashboards im Mittelstand
Ein HR-Kennzahlen Dashboard bietet mittelständischen Unternehmen klare Vorteile, da es die tägliche Arbeit der Personalabteilung effizienter, transparenter und planbarer macht:
- Weniger Excel: Statt komplexe Tabellen und manuelle Zusammenstellungen zu pflegen, liefert das Dashboard alle Kennzahlen automatisch und zentral.
- Schnellere Abstimmungen: Führungskräfte und HR-Leitung greifen auf die gleichen Daten zu, wodurch Abstimmungsprozesse deutlich verkürzt werden.
- Einheitliche Zahlenbasis: Alle relevanten Informationen stammen aus einer Quelle, wodurch Missverständnisse und Inkonsistenzen vermieden werden.
- Transparenz ohne Reporting-Aufwand: Kennzahlen stehen jederzeit aktuell zur Verfügung, ohne dass zusätzliche Berichte manuell erstellt werden müssen.
Unterstützt die Digitalisierung von HR-Prozessen: Das Dashboard ist ein zentraler Baustein der digitalen Transformation in der Personalabteilung und erleichtert die Einführung weiterer digitaler HR-Tools.
HR-Kennzahlen Dashboard als Baustein der HR-Digitalisierung
Ein Dashboard ist mehr als nur ein Reporting-Tool – es ist ein strategischer Baustein der HR-Digitalisierung. Durch die Verbindung mit bestehenden Systemen wie Zeiterfassung, Recruiting oder Lohn & Gehalt wird es zur „Single Source of Truth“ für alle personalrelevanten Kennzahlen.
Ein digital integriertes Dashboard ermöglicht:
- Datenbasierte Entscheidungen: Statt reaktiv auf Ereignisse zu reagieren, können Entwicklungen frühzeitig erkannt und proaktiv gesteuert werden.
- Zentrale Steuerung: HR-Teams haben alle relevanten Kennzahlen gebündelt auf einen Blick.
- Effizienzsteigerung: Routinetätigkeiten wie Reporting oder Datenaufbereitung werden automatisiert, sodass mehr Zeit für strategische Aufgaben bleibt.
Damit wird das Dashboard zu einem praktischen Bindeglied zwischen operativer HR-Arbeit und strategischer Personalsteuerung, ohne dass tiefgehende Analytics-Kenntnisse erforderlich sind.
Worauf sollten Unternehmen bei HR-Dashboards achten?
Damit ein HR-Kennzahlen Dashboard im Mittelstand wirklich effektiv ist, sollten bei der Umsetzung einige praktische Aspekte berücksichtigt werden:
- Verständliche Visualisierung: Die Kennzahlen sollten klar, intuitiv und schnell erfassbar dargestellt werden – zum Beispiel mit Diagrammen, Ampelsystemen oder Trendindikatoren.
- Rollen- & Rechtekonzepte: Unterschiedliche Nutzergruppen (HR, Führungskräfte, Geschäftsführung) benötigen angepassten Zugriff auf Daten, um Informationsüberflutung oder Datenschutzprobleme zu vermeiden.
- Anpassbarkeit: Dashboards sollten flexibel konfigurierbar sein, sodass Inhalte, Filter oder Layouts je nach Abteilung, Zeitraum oder Zielgruppe angepasst werden können.
- Aktualität der Daten: Automatisierte Updates sorgen dafür, dass Entscheidungen auf aktuellen und verlässlichen Zahlen basieren.
- DSGVO & Datensicherheit: Sensible Personaldaten müssen geschützt sein – sowohl bei der Speicherung als auch bei der Darstellung im Dashboard.
Ein durchdachtes UX-Design kombiniert Übersichtlichkeit, Interaktivität und Sicherheit und stellt sicher, dass das Dashboard im HR-Alltag tatsächlich genutzt wird, statt nur „auf dem Server zu liegen“.
Berichte und Auswertungen mit HRlab
Um die im Dashboard sichtbaren Kennzahlen mit aktuellen und verlässlichen Daten zu füttern, sind aussagekräftige Berichte entscheidend. In HRlab können sowohl Standardberichte als auch individuell konfigurierte Reports erstellt werden, eine direkte Basis für ein HR-Kennzahlen Dashboard.
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Standardberichte: HRlab liefert vordefinierte Berichte zu allen zentralen HR-Bereichen, wie Abwesenheiten, Zeiterfassung, Personalstruktur oder Entgeltinformationen. Sie ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Auswertung der wichtigsten Kennzahlen für das Dashboard. Beispiele: Krankheitsquote, FTE-Zahlen, Altersverteilung oder Fluktuationsquote.
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Individuelle Berichte: Für spezifische Anforderungen können Daten flexibel kombiniert und angepasst werden. So lassen sich maßgeschneiderte Auswertungen erstellen, die genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens und des Dashboards zugeschnitten sind.
FAQ - Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Die wichtigsten Kennzahlen für ein HR Dashboard sind:
- Mitarbeiterstruktur: Headcount, FTE (Vollzeitäquivalente), Teilzeit-/Vollzeitquote
- Abwesenheiten: Krankenquote, Urlaubstage, Fehlzeitenquote
- Fluktuation: Fluktuationsrate, Kündigungen nach Abteilung/Zeitraum
- Recruiting: Offene Stellen, Time-to-Hire, Bewerbungen pro Position
- Personalkosten: Gesamtkosten, Kosten pro Mitarbeiter, Budgetauslastung
- Entwicklung: Schulungsquote, Weiterbildungsstunden, Qualifikationslücken
Welche Kennzahlen im Dashboard Priorität haben, hängt von den Zielen Ihres Unternehmens ab. Ein gutes Dashboard zeigt die 5-10 wichtigsten KPIs auf einen Blick – alles Weitere kann bei Bedarf eingeblendet werden.
Nein, moderne HR-Dashboards sind so konzipiert, dass sie ohne Programmierkenntnisse genutzt werden können. Die meisten Systeme arbeiten mit intuitiven Drag-and-Drop-Oberflächen oder vorkonfigurierten Vorlagen. HR-Teams können Kennzahlen selbst auswählen, Filter setzen und Ansichten anpassen. Lediglich bei komplexen individuellen Auswertungen kann technische Unterstützung hilfreich sein – für den täglichen Gebrauch ist sie nicht nötig.
Das hängt von der Systemintegration ab. Bei Dashboards, die direkt mit der HR-Software verbunden sind, erfolgt die Aktualisierung in Echtzeit oder in sehr kurzen Intervallen (z.B. stündlich). Sobald beispielsweise eine Krankmeldung erfasst oder ein Urlaub eingetragen wird, spiegelt sich das im Dashboard wider. Bei manuell gepflegten Dashboards (z.B. in Excel) ist die Aktualität nur so gut wie die letzte manuelle Aktualisierung – daher ist eine automatisierte Lösung klar im Vorteil.