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Selbstbestimmtes Lernen – doch wo steht die HR?

6. Februar 2020
Wie die HR selbstbestimmtes Lernen strategisch unterstützen kann. © William W. Potter – stock.adobe.com

Wie die HR selbstbestimmtes Lernen strategisch unterstützen kann – In Sachen Weiterbildung und Qualifikation liegt heute der Schwerpunkt auf einem lebenslangen und kontinuierlichen Lernen. Unsere heutige Gesellschaft konsumiert täglich unzählig viele neue Inhalte. Dadurch sehen wir ständig neue Dinge, die uns Anreiz zum Lernen geben. Wir streben automatisch ein eigenständiges Lernen an und auch als Arbeitskraft wollen wir uns immer mehr selbstbestimmt weiterbilden.

Doch wie kann die HR ein selbstbestimmtes Lernen der Mitarbeiter unterstützen? Wie können die Mitarbeiter weiterhin dazu verleitet werden, sich auch zukünftig gefragte Kompetenzen im Sinne der Unternehmensziele anzueignen?

 

Die richtige Lernkultur schaffen

Es ist die Aufgabe der HR, eine Weiterbildung der Mitarbeiter auch hinsichtlich zukünftig gefragter Kompetenzen zu fördern. Es kann heute noch keiner voraussagen, welche Fähigkeit in Zukunft gefragt sind. Unternehmen müssen darum eine dynamische Lernkultur schaffen, in der ein selbstbestimmtes Lernen Platz findet und in der multiple Fähigkeiten kontinuierlich und maßgeschneidert erlernt werden.

Lernen erfolgt heute multidimensional über diverse Wege. Die HR sollte darum einzelne Lernerfahrungen kreieren anstelle ganzer Lernabläufe vorzugeben. Neben den Lerninhalten spielt aber auch die Lernumgebung eine Rolle. Dabei sind Kommunikation, Gamification und nützliche Lerntools wichtige Komponenten.

 

HR als Vermittler von Lernzielen

Indem Unternehmen die richtigen Anreize bieten, wird einem selbstbestimmten Lernen der Weg geebnet. Die Führung muss deutlich machen, wie das Lernen die eigene Karriere voranbringt und zukunftsbereit macht. Da kommt die HR ins Spiel. Ihr obliegt es, die Lernziele des Unternehmens und die Lernwünsche der Mitarbeiter zu vereinen.

Die HR sorgt dafür, dass der Lernstoff komfortabel von den Lernenden angeeignet werden kann. Indem der Lernstoff in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt wird, erkennen die Lernenden, dass es in ihrer eigenen Hand liegt, wie sie lernen. So finden sie ihren eigenen Lernansatz, ohne dass dieser vorgeschrieben wird.

 

HR als Lernberater

Die HR muss bedenken, dass sich die Lernbedürfnisse der Mitarbeiter immer wieder wandeln können. Lernen ist ein Prozess, der rund um die Uhr stattfindet. Die HR sollte darum in der Lage sein, die Lernenden auch rund um die Uhr betreuen zu können. Wie kann die HR das erfüllen? Dazu braucht es einen engen Kontakt zwischen der HR und den Mitarbeitern, um die Lernbedürfnisse besser nachvollziehen zu können.

Darüber hinaus kann das selbstbestimmte Lernen nicht von heute auf morgen zum Unternehmensalltag werden. Der Wandel zu einer selbstbestimmten Lernkultur braucht mehrere kleine Schritte und eine vorerst gemischte Lernkultur aus vorgegebenen und selbstbestimmten Lernstrukturen.

 

Fazit: Die HR muss aktiv werden

Das selbstbestimmte Lernen ist gekommen, um zu bleiben. Es liegt darum an der HR, einen Weg zu finden, das Lernen der Mitarbeiter weiterhin unterstützen zu können und vor allem auch mit den Unternehmenszielen und mit zukünftigen Anforderungen in Einklang zu bringen. Das gelingt nicht von heute auf morgen, aber mit kleinen Schritten kann eine selbstbestimmte Lernkultur im Unternehmen gelingen.