Realistische Stellenbeschreibungen – warum, wozu und wie?

1. Oktober 2018
Die Bedeutung realistischer Stellenbeschreibungen und wie diese umgesetzt werden können.

Neuer Job, neue Herausforderung – Der Bewerbungsprozess lief vielversprechend und trotzdem bleibt die Frage: Werden alle Erwartungen erfüllt? Die Herausforderung ist, den Bewerbern von Anfang an realistische Stellenbeschreibungen zu vermitteln. Arbeitgeber sind jedoch dazu geneigt, die positiven Seiten der offenen Stelle hervorzuheben. Es entsteht ein falsches Bild und Unzufriedenheit ist vorprogrammiert.

 

Warum es nicht ohne realistische Stellenbeschreibungen geht

Eine treffende Stellenbeschreibung ist die Grundlage dafür, die richtigen Kandidaten zu finden. Niemand kann erwarten, den richtigen Treffer zu machen, wenn falsche Erwartungen vermittelt werden. Falsche Erwartungen zählen zu den Hauptfaktoren für Unzufriedenheit bei Neuanstellungen. Die Folgen sind Unsicherheit und Verärgerung. Negatives Feedback und Fluktuation treten ein.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der neue Mitarbeiter schon bald das Unternehmen wieder verlässt. Für das Unternehmen bedeutet dies, dass umso mehr Zeitaufwand erforderlich ist, um die Position letztlich erfolgreich zu besetzen. Den Kostenaufwand nicht zu vergessen. Eine realistische Stellenbeschreibung beugt von Beginn an einen zusätzlichen Aufwand vor.

 

Was eine realistische Stellenbeschreibung bewirkt

Normalerweise versuchen sich beide Parteien im Bewerbungsprozess von ihrer besten Seite zu zeigen. Das Unternehmen möchte besonders attraktiv auf den Bewerber wirken. Der Bewerber brennt darauf, als perfekter Kandidat erkannt zu werden. Damit ist weder dem Unternehmen noch dem Bewerber geholfen.

Den Bewerbern sollte zuvor ein Einblick in alle Facetten der Stelle geboten werden. Nur so treten sie die neue Stelle mit den richtigen Erwartungen an. Eine realistische Stellenbeschreibung zeigt nicht nur positive sondern auch negative Aspekte der Stelle. Dadurch können die Bewerber einschätzen, welche Skills und Qualifikationen sie tatsächlich für die Stelle brauchen und wie ein typischer Arbeitstag aussieht.

Was also auf keinen Fall in der Stellenbeschreibung fehlen darf, sind die Erwartungen des Arbeitgebers an den Bewerber. Ein erfolgreicher Bewerbungsprozess ist jedoch niemals eine Einbahnstraße. Vielmehr sollte auch der Bewerber seine Erwartungen einbringen. So kennt jede Partei die Erwartung der anderen und kann auf dieser Basis die richtige Entscheidung treffen.

 

Wie eine realistische Stellenbeschreibung gelingt

Mittels verschiedener technischer Hilfsmittel werden den Kandidaten eine tiefere Einsicht in das Unternehmen und dessen Kultur vermittelt. Bewerber können dank realistischer Stellenbeschreibungen einschätzen, wie ihre zukünftige Stelle in all ihren Facetten aussehen wird.

 

IMAGEFILM

Videos sind ein geeignetes Mittel, um Kandidaten in jeder Phase des Bewerbungsprozesses ein besseres Verständnis davon zu geben, was es heißt, für das Unternehmen zu arbeiten. Sie erweisen sich als eine günstige Möglichkeit, eine realistische Darstellung der Stelle zu vermitteln. Im Video können Mitarbeiter aus dem Unternehmen von ihrer Arbeit und der Unternehmenskultur berichten. Sie erklären die Bedeutung ihres Jobs und wie dieser ihr Leben beeinflusst. Diese Form einer realistischen Stellenbeschreibung vermittelt sowohl positive als auch negative Aspekte.

 

INTERAKTIVE SIMULATIONEN

Die Arbeitswelt verändert sich und ein Arbeiten von überall ist längst alltäglich. Stellenbeschreibungen sollten potenzielle Bewerber über den ganzen Globus verteilt erreichen und diesen einen realistischen Einblick in die Stelle ermöglichen. Interaktive Online-Simulationen helfen dabei. Mit dem richtigen Tool können Situationen abgebildet werden, die ein interaktives Handeln der Kandidaten erfordern und dadurch eine realistische Darstellung des Jobs vermitteln. Die Simulation verdeutlicht, wie einzelne Kandidaten in typischen Arbeitssituationen reagieren.

 

BEFRAGUNGEN

Befragungen stellen ein einfaches Mittel dar, um Kandidaten an die Erwartungen des Unternehmens heranzuführen. Zunächst wählt der Kandidat zwischen verschiedenen Antwortoptionen, die mehr über seine Person und Erwartungen preisgeben. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Die Antwort hilft vielmehr herauszufinden, wer gut zum Unternehmen passt. Sofern ein Kandidat aus dem Bewerbungsverfahren ausscheidet, dient ein Feedbackgespräch dazu, die unterschiedlichen Erwartungshaltungen zu besprechen.

 

Fazit

Unternehmen und Bewerber können nur dann erfolgreich und zufrieden zusammenarbeiten, wenn alle Erwartungen von Anfang an geklärt sind. Eine realistische Stellenbeschreibung  mittels geeigneter technischer Mittel lässt Unternehmen den richtigen Kandidaten finden und hilft Bewerbern, die richtige Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen zu treffen.