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Mitarbeitergesundheit und ihr Stellenwert in der HR

22. Januar 2020
Was ist der richtige Weg, die Mitarbeitergesundheit zu fördern, so dass es zu weniger Krankheitsfällen kommt? © .shock – stock.adobe.com

Die Mitarbeitergesundheit fördern, aber wie? – Die Mitarbeitergesundheit ist wichtig (das sollte jedem Unternehmer klar sein), denn Krankheitsausfälle kosten – und zwar nicht zu wenig! Bleiben kränkelnde Mitarbeiter Zuhause, wird oft erwartet, dass sie ihre Arbeit trotzdem erledigen. Der Genesung ist dies nicht gerade förderlich. Im schlimmsten Fall entstehen so nur mehr Kosten, da sich die Genesung in die Länge zieht. Ein Teufelskreislauf, der vermieden werden kann. Was können Unternehmen tun? Was ist der richtige Weg, die Mitarbeitergesundheit zu fördern, so dass es zu weniger Krankheitsfällen kommt? Darauf wollen wir einen genaueren Blick werfen.

 

Was genau ist Mitarbeitergesundheit?

Die Mitarbeitergesundheit umfasst nicht nur die physische, sondern auch die mentale Verfassung eines Mitarbeiters. Damit sind körperliche Erkrankungen, aber auch das geistige Wohlbefinden der Mitarbeiter gemeint.

Beide Faktoren, also die physische und die mentale Gesundheit, beeinflussen sich gegenseitig. Eine schlechte physische Verfassung kann zu einer schlechten mentalen Verfassung führen und vice versa. Es gilt also beide Aspekte in den Fokus zu nehmen.

 

Kranke Mitarbeiter kosten

Kranke Mitarbeiter verursachen schließlich Kosten. Unternehmen sollten darum versuchen, Krankheitsausfälle zu reduzieren. Doch was führt zu einer schlechten Gesundheit und wie kann das Wohlbefinden der Mitarbeiter gefördert werden?

Allseits ist bekannt, dass Rauchen und schlechte Essensgewohnheiten der Gesundheit schaden. Und genau dort versuchen bereits einige Unternehmen anzusetzen. Ihr Ansatz: Jährliche Untersuchungen und kostenlose Grippeimpfungen als Gesundheitspaket für Mitarbeiter. Doch geht nicht noch mehr?

 

Was können Unternehmen wirklich tun?

Das Ziel sind glückliche und gesunde Mitarbeiter. In größeren Unternehmen obliegt die Förderung der Mitarbeitergesundheit dem Compensation & Benefits Management, während sie in kleineren Unternehmen zu einer weiteren Aufgabe der HR-Abteilung wird. Hier sind ein paar Ideen, wie die HR die Mitarbeitergesundheit unterstützen kann:

 

1. Gesundheitsprogramme

Durch sogenannte Gesundheitsprogramme lernen die Mitarbeiter unter anderem ihre Essensgewohnheiten besser kennen. Sie lernen eine gesündere Lebensweise, die sich letztlich auch positiv auf ihre Produktivität ausschlagen kann. Allerdings hinterlassen diese Programme nur bei den wenigsten auch längerfristig einen Eindruck. Noch dazu zeigen die Umstellungen erst auf lange Sicht einen möglichen Erfolg.

 

2. Urlaubszeit

Ausreichend Urlaubszeit und somit eine Auszeit von der Arbeit ist wichtig für das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Eine hohe Zahl an Urlaubstagen ist außerdem ein Benefit, den Mitarbeiter ganz besonders schätzen.

Ein zwischenzeitlicher Abstand von der Arbeit hilft, Stress abzubauen und die Gefahr eines Burnouts zu reduzieren sowie die Produktivität zu steigern. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter ihre Urlaubstage auch nutzen. Es gilt also sicherzustellen, dass wirklich jeder Mitarbeiter seine Urlaubstage wahrnimmt.

Auch die Führungsebene sollte selbst ausreichend Urlaubszeit in Anspruch nehmen. So geht diese mit gutem Beispiel voran und zeigt den Mitarbeitern, wie wichtig eine Auszeit ist und dass sie sich diese mit gutem Gewissen nehmen können.

 

3. Physische Gesundheit

Der erste Schritt in Richtung mehr Gesundheit im Büro: Grippeimpfungen anbieten. Präventive Gesundheitsmaßnahmen sparen Kosten und unterstützen das Allgemeinwohl. Aber auch weitere präventive Gesundheitsmaßnahmen können Kosten reduzieren.

Sofern Mitarbeiter an chronischen Erkrankungen leiden, ist ihnen freizuräumen, dass sie jederzeit ihren Doktor sehen können. Nur so können diese unter Kontrolle und somit die Mitarbeiter im Büro gehalten werden. Es gilt also, die Mitarbeiter zu bestärken, regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrzunehmen.

 

4. Gesundheitsvorsorge

Stress ist ein grundlegender Faktor für Depression und Burnout. Sind die Mitarbeiter ausreichend mit unterstützenden Tools ausgestattet? Ist ihr Arbeitspensum im Rahmen? Sind Manager ausreichend trainiert, um das Personal bestmöglich zu unterstützen?

Sofern die Management-Ebene keine gute Arbeitsatmosphäre schafft, steigt der Stresspegel bei den Mitarbeitern. Werden Mitarbeiter zudem von ihren Managern drangsaliert, sind sie weniger produktiv und neigen dazu, dass Unternehmen zu verlassen. Es braucht also ein ausreichend ausgebildetes Management, um ein gesundes Arbeitsklima zu schaffen.

 

5. Mitarbeiterberatung

Was außerdem zu bedenken ist: Mitarbeiter haben Stress nicht nur auf der Arbeit. Auch privater Stress kann der Gesundheit zusetzen. Zudem überträgt sich dieser Stress auf den Arbeitsplatz. Mit dem Angebot einer Beratung können Mitarbeiter über ihre Sorgen und Probleme sprechen und sich Ratschläge einholen. Dadurch wird der Stress reduziert.

 

Fazit: Eine gesunde Arbeitsatmosphäre ist wichtig

In Sachen Mitarbeitergesundheit liegt der Fokus darauf, eine gesunde Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Damit wird mehr erreicht, als einfach nur gesundheitsfördernde Programme anzubieten. Es ist besonders wichtig, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die den Mitarbeitern ihren Stress nehmen. Die Mitarbeitergesundheit ist es schließlich wert!