Mangelhafte Bewerberauswahl – Das muss sich ändern

13. März 2019
Diese Trends optimieren die Bewerberauswahl © rcfotostock – stock.adobe.com

Die Bewerberauswahl kann in vielen Unternehmen dank neuer Trends verbessert werden – In vielen Organisationen erfolgt die Bewerberauswahl mehr schlecht als recht. Unstrukturierte Bewerberinterviews sind nach wie vor gängig im Auswahlverfahren. Die Auswahlkriterien basieren überwiegend auf Erfahrungswerten von Personalern und Managern. Dabei braucht eine professionelle Bewerberauswahl systematische Datenanalysen.

Eine Optimierung des Auswahlverfahrens rückt immer mehr in den Fokus. Für die richtige Auswahl ist ein professionelles und systematisches Vorgehen notwendig. Nur so können Unternehmen ihre Höchstleistung erreichen. Folgende Trends zeigen, wie das Auswahlverfahren optimiert und die besten Bewerber gewonnen werden können.

 

1. Relevante Kriterien anwenden

Mit People Analytics werden die Kriterien in der Bewerberauswahl treffsicherer. So werden die Eigenschaften leistungsstarker Mitarbeiter im Unternehmen aufgedeckt. Je mehr Daten vorhanden sind, umso mehr verfeinert sich das Profil des Wunschkandidaten. Unternehmen sollten sich jedoch nicht ausschließlich auf künstliche Intelligenz verlassen. Die Kombination maschineller und menschlicher Intelligenz ist entscheidend.

Nicht nur Daten zur Arbeitsleistung sind relevant. Weitere Informationen zu Anstellung oder Arbeitsweg können ebenso von Interesse sein. Mittels sämtlicher Informationen der bestehenden Mitarbeiter kann ein umfassendes Profil des idealen Bewerbers erfasst werden ohne dabei auf künstliche Intelligenz angewiesen zu sein.

 

2. Gamification einsetzen

Eine optimierte Bewerberauswahl wirkt sich auch auf das Bewerbererlebnis aus. Spielerische Tests, Video-Interviews und die Einbindung von Virtual Reality bringen Spaßfaktor. Der Auswahlprozess wird dabei nicht beeinträchtigt. Es gibt mittlerweile mehrere Anbieter innovativer Tools, die einen spielerischen Bewerbungsprozess fördern.

 

3. Cultural Fit ergründen

Unternehmen stellen Bewerber immer mehr nach Rollen und weniger nach spezifischen Jobanforderungen ein. Sie füllen ihren Talentpool mit Kandidaten, die bestimmte Eigenschaften mitbringen. So stehen Persönlichkeitsmerkmale, zukünftige Potenziale und der Cultural Fit immer mehr im Vordergrund. Letzterer zeigt, ob ein Bewerber in die Unternehmenskultur passt. Umfassende Persönlichkeitstest sind bereits verfügbar und der Cultural Fit kann durch Interviews ermittelt werden.

 

4. Auswahlanalysen nutzen

Mittels Analysen können sowohl die Auswahlkriterien als auch der gesamte Auswahlprozess optimiert werden. Die Einschätzung des Erfolgs eines Kandidatens durch den Interviewer kann gemessen werden. Die Analysen zeigen dabei, ob die Einschätzungen der Interviewer treffsicher sind. Die Genauigkeit der Interviewer kann von nahezu jedem Unternehmen gemessen werden.

Daneben können noch viele weitere Daten zur Optimierung der Bewerberauswahl genutzt werden. Weitere Datenanalysen zeigen beispielsweise die Genauigkeit von angewandten Tests oder decken die Qualität von Empfehlungen auf.

 

5. Vorauswahl treffen

Die Bewerberauswahl sowie auch die Vorauswahl sind ausschlaggebend für das Employer Branding. Insbesondere in der Vorauswahl kann den Bewerben ein Eindruck geben werden, was an eine Anstellung in dem Unternehmen geknüpft ist.

 

Fazit

Es zeigt sich, dass heute viele Möglichkeiten gegeben sind, um die Bewerberauswahl zu optimieren. Sei es durch den Einsatz von Datenanalysen oder die Verwendung spielerischer Elemente – die neuen Trends im Auswahlprozess bewirken, dass sowohl das Bewerbererlebnis als auch die Erfolgsquote der Einstellungen gefördert werden.