Keine Vorurteile am Arbeitsplatz

20. März 2019
Keine Vorurteile am Arbeitsplatz © fizkes – stock.adobe.com

Vorurteile unterbinden und die Arbeitsatmosphäre schützen – Vorurteile und Diskriminierung sind nichts Neues am Arbeitsplatz. Sie finden immer wieder Raum im Arbeitsalltag. Ausdrücke von Rassismus und jegliche Diskriminierungen sind mehr als fehl am Platz. Es liegt an der Unternehmensführung, für ein vielfältiges und integratives Arbeitsumfeld einzustehen. Es braucht starke Führungskräfte, die sich für eine Arbeitskultur stark machen, welche Vielfalt akzeptiert und auch lebt.

Der Einfluss von Vorurteilen am Arbeitsplatz muss sorgfältig geprüft werden. Sei es Antisemitismus, sexuelle Aufdringlichkeit oder Intoleranz gegenüber Kollegen. Die Unterdrückung von Mitarbeitern ist Gift für ein Unternehmen. Die Art und Weise, wie mit solchen Vorurteilen umgegangen wird, zeichnet eine gute oder schlechte Führung aus. Handeln und vor allem richtiges Handeln zählen. Was ist der beste Weg, um auf Vorurteile am Arbeitsplatz zu reagieren? Wie kann gegen diese vorgegangen werden?

 

Positionierung gegen Vorurteile

Andere in Schubladen zu stecken und sie zu marginalisieren gehört in heutigen Zeiten leider zum Alltag. Eine deutliche Positionierung der Führungskraft gegen Intoleranz, Rassismus, sexuelle Belästigung oder Diskriminierung ist darum umso wichtiger. Die Haltung der Führung spiegelt sich auch im Team wider. Allen Teammitgliedern muss deutlich sein, was die vorherrschende Ansicht ist und warum diese im Unternehmen vertreten wird. Sie orientieren sich an der Politik der Führung und passen sich dieser an. Somit ist die deutliche Positionierung der Führung ein erster Schritt, Vorurteile und Diskriminierung im Unternehmen zu unterbinden und die Zusammenarbeit im Team zu fördern.

 

Handlung ist gefragt

Was passiert, wenn jemand in einem Meeting oder bei einem Event eine Bemerkung macht, die nicht hinnehmbar ist? Wie sollte darauf reagiert werden, wenn eine Person oder eine Gruppe Vorurteile oder verletzende Bemerkungen äußert? Das Leid startet mit Schweigen. Bei  unangemessenem Verhalten muss sofort gehandelt werden. Durch Untätigkeit werden hingegen jegliche Vorurteile geduldet. Es ist die Aufgabe der Führung, auf das Arbeitsklima zu achten. Wenn Intoleranz erst einmal geduldet wird, kann sich diese wie ein Virus im Unternehmen verbreiten.

 

Gespräch suchen

Sofern sich ein Mitarbeiter unangemessen verhält oder äußert, muss die Führungskraft das Gespräch suchen. In einem privaten Gespräch kann ein Ausdruck gewählt werden, der Konflikte vorbeugt. Am besten beginnt das Gespräch in der Ich-Perspektive und verdeutlicht mit ruhigem und unparteiischem Ausdruck, was vorgefallen ist. Es wird erklärt, wie die Äußerung oder die Handlung desjenigen gewirkt hat. Die Umstände werden dabei sachlich und faktenbasiert wiedergegeben.

Eine Diskussion soll veranschaulichen, welche Folgen ein solches Verhalten hat. Eigene Gefühle sowie auch die Gefühle des Teams sollten aufgegriffen werden. Im Fokus steht außerdem ein besseres Verständnis von Zusammenarbeit. Gute Arbeit geht nur ohne Angst und Schikane.

 

Weitere Maßnahmen treffen

Jemanden mit Vorurteilen und Fehlverhalten zu konfrontieren ist schwierig und stößt oftmals auf Uneinsichtigkeit. Darum ist es bedeutend, einen geeigneten Raum für das Gespräch zu wählen. Wichtig ist außerdem, dass realistische Ziele verfolgt werden. Das Denken anderer ist schwer beeinflussbar. Es muss vielmehr ein Verständnis beim Gegenüber erreicht und ein besseres Verhalten angeregt werden. Ein besseres Verständnis dafür, wie Wörter und Handlungen andere verletzen können – auch unbeabsichtigt – ist ein guter Ansatz zur Besserung. Meinungen können schwer geändert werden, Worte dafür aber unterbunden.

Bei Uneinsichtigkeit des Gegenüber sind Maßnahmen zu treffen, die die Position des Unternehmens zu Vorurteilen und Diskriminierung verdeutlichen. Um eine feindselige und unsichere Arbeitsatmosphäre zu verhindern, sind manchmal weitere disziplinarische Schritte notwendig.

 

Fazit

Diskriminierung ist ein schwieriges Thema, aber es gibt Dinge, die müssen gesagt werden. Wichtig ist, dass Vorurteile direkt aus dem Weg geräumt werden. Führungskräfte müssen die Arbeitsatmosphäre im Blick halten und unangemessenes Verhalten unterbinden. Die Hauptsache ist, es wird gehandelt.