Für den Arbeitsplatz der Zukunft gewappnet sein

5. September 2019
Mitarbeiter für den Arbeitsplatz der Zukunft wappnen. © peshkov – stock.adobe.com

Der Arbeitsplatz der Zukunft kommt und mit ihm sind neue Skills gefragt – Längst ist klar, dass die heutige Arbeitswelt nicht mehr lange dieselbe sein wird. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist im Anmarsch – doch dieser sieht ganz anders aus. Sämtliche Aufgaben und Prozesse verändern sich und neue Jobs entstehen. In vielen Bereichen werden klassische Aufgaben verdrängt. Die Folge: Arbeiter müssen umschulen und neue Talente müssen ausgebildet werden, um die aufkommenden Lücken füllen zu können.

Die HR hat jedoch wenig Erfahrung mit der Besetzung solcher neuen Rollen und ohne Weiterbildung und Umschulung von Arbeitskräften drohen diese überflüssig zu werden. Was kann die HR tun? Welche Maßnahmen sind nötig, um auf den Arbeitsplatz der Zukunft besser vorbereitet zu sein?

 

Auswirkungen auf die Arbeitskraft

So sehr sich die Digitalisierung auf Unternehmen auswirkt, so sehr hat sie auch Auswirkungen auf einzelne Mitarbeiter. Von E-Mail und Intranet zu digitalen Tools und Plattformen, die heute den Arbeitsplatz bestimmen: Mitarbeiter müssen neue Skills erwerben, um zukünftige Rollen umsetzen zu können, die vermehrt aufploppen.

Die Integration neuer Technologien wird jedoch oftmals falsch angegangen. Schwierig ist, dass die HR gerne zu neuen Technologien greift, um Pflaster für akute Baustellen zu haben. Der wirkliche Mehrwert solcher Technologien im Sinne der Mitarbeiter wird dabei außer Acht gelassen. Mitarbeiter sollen somit Tools benutzen, ohne überhaupt ein Verständnis dafür zu haben, wie ihnen diese in ihrem Arbeitsalltag oder am Arbeitsplatz der Zukunft helfen können. Dabei ist es immer wichtiger, dass neue Technologien zum Einsatz kommen, um die digitale Erfahrung der Mitarbeiter auszubauen.

 

Was die HR tun kann

Die HR erhält immer mehr die Funktion, die digitale Transformation im Unternehmen zu unterstützen, indem Mitarbeiter an digitalen Veränderungen herangeführt werden. Darüber hinaus wird es zur Aufgabe der HR, diese Technologien zu nutzen, um die Relevanz einzelner Mitarbeiter zu erhalten. Damit Mitarbeiter nicht gezwungen sind, einen Karrierewandel vorzunehmen, muss die HR als starker Partner agieren und die Entwicklung einzelner Mitarbeiter unterstützen.

 

Performance steigern – Es gibt verschiedene Bereiche, in denen die HR tätig werden kann, wie etwa im Performance Management. Anstelle der klassischen Leistungsbeurteilungen und Mitarbeitergespräche rückt immer mehr die Mitarbeiterentwicklung und die Anerkennung von Leistung in den Mittelpunkt. Ein guter Ansatz wäre darum, die Frequenz von Mitarbeiterbewertungen zu steigern und das 360-Grad-Feedback einzuführen.

 

Individuelle Entwicklung unterstützen – Darüber hinaus wird die professionelle Entwicklung der Mitarbeiter immer wichtiger. Die HR kann helfen, dass Mitarbeiter ihre Stärken und Schwächen herausfinden und diese gezielt fördern. Es sollten also neue Möglichkeiten für Mitarbeiter geschaffen werden, sich mit ihrer professionellen Entwicklung auseinander zu setzen, sich weiterzuentwickeln sowie auch durch mögliche Nebenprojekte persönlichen Interessen nachgehen zu können.

 

Unternehmensziele offenlegen – Den Mitarbeitern kann zudem eine neue Perspektive eröffnet werden, wohin sich das Unternehmen entwickelt, was in Zukunft von ihnen erwartet wird und dahingehend eigene Ziele zu platzieren. Dazu sind regelmäßige Gespräche mit den einzelnen Mitarbeitern, um deren Ansichten und Wünsche erkennen zu können, von besonderer Bedeutung.

 

Weiterbildungsangebot besser aufstellen – Damit schließlich all diese Maßnahmen fruchten, muss ausreichend Angebot an Weiterbildung und Entwicklung geboten sein. Sobald ein Mitarbeiter einen Weiterbildungsweg einschlagen möchte, ist es die Aufgabe der HR, diesen zu ermöglichen. Das Weiterbildungsangebot sollte darum weit gefächert sein, damit die notwendigen Skills in Hinblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft angeeignet werden können.

 

Kommunikation und Auswahlhilfen gewährleisten – Mögliche Wege sind die Vermittlung neuer Skills von Mitarbeiter zu Mitarbeiter, über Online-Kurse, In-House-Trainings oder externe Partnerschaften. Das Schaffen von Weiterbildungsmöglichkeiten allein reicht jedoch nicht aus. Den Mitarbeitern muss bewusst sein, welche Fortbildungsmöglichkeiten bestehen und wie sie ein entsprechendes Training wahrnehmen können. Die HR hat somit auch die Aufgabe der Kommunikation und Unterstützung in der Wahl des richtigen Weiterbildungsangebots.

 

Wie Technologie helfen kann

Es gibt bereits eine Vielzahl an HR Tech, um das Personalmanagement in sämtlichen Bereichen zu unterstützen. So auch das Performance-Management. Der gesamte Prozess kann so in einer Lösung abgebildet werden – vom 360-Grad-Feedback über Zielsetzungen, Check-Ins oder Engagement-Umfragen. Ebenso sind Self-Assessments, Feedbackmöglichkeiten und weitere Vorgänge integriert. Solche Plattformen dienen dazu, den Mitarbeitern zu helfen, ihre eigene Karriere weiter voranzubringen und das Weiterbildungsangebot in ihrem Unternehmen nachvollziehen zu können.

Darüber hinaus gibt es mehrere E-Learning-Plattformen. Insbesondere in Zeiten von Telearbeit und globalen Teams gewinnt das Online-Learning an Bedeutung. Es erweist sich als der geeignete Weg, um die Skills der Mitarbeiter zu erweitern und sie auf den Arbeitsplatz der Zukunft vorzubereiten. Darüber hinaus werden Zeit- und Kostenaufwand gespart, da die Trainings von jedem Ort aus wahrgenommen werden können. In anderen Worten: HR Tech befähigt die HR die Transformation der Arbeitswelt zu bewältigen und auf den Arbeitsplatz der Zukunft vorbereitet zu sein.

 

Fazit

Um besser auf den Arbeitsplatz der Zukunft vorbereitet zu sein, sollte HR Tech nicht nur als Erleichterung verschiedener HR Prozesse verstanden werden. Vielmehr bringt es HR und Mitarbeiter näher zusammen, um den Wandel gemeinsam zu bestreiten. In der Einführung von HR Tech ist darum zu beachten, dass die Lösung den Mitarbeitern einen Mehrwert bringt, sie einfach zu nutzen ist und in den Arbeitsalltag integriert werden kann sowie Anwendungshilfen geboten sind.

Darüber hinaus können HR Daten herangezogen werden, um genauer zu ermitteln, welche Herausforderungen der Arbeitsplatz der Zukunft im Unternehmen hervorrufen wird und welche Investitionen in Weiterbildungsmaßnahmen notwendig sind. Dadurch entsteht schließlich eine Arbeitsatmosphäre, in der Mitarbeiter wachsen können und keine Angst haben, ihren Job zu verlieren.