Feedback für eine gute Unternehmenskultur

22. März 2018
Feedback zum festen Bestandteil der Unternehmenskultur machen. © vectorfusionart – stock.adobe.com

Feedback sollte ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein - Unternehmen messen dem Feedback eine immer größere Bedeutung zu. Aus guten Gründen. Für eine erfolgreiche Integration in die Unternehmenskultur sind jedoch einige Hürden zu meistern. Damit es zu einer festen Größe im Unternehmen wird, sind kulturelle und strukturelle Gegebenheit zu beachten.

 

Barrieren bei der Integration von Feedback

Für eine erfolgreiche Einführung von Feedback im Unternehmen muss auch der letzte Mitarbeiter überzeugt sein. Veränderungen stoßen jedoch oftmals insbesondere bei langjährigen Mitarbeitern auf Ablehnung. Wichtig ist darum, dass die Führungsebene voll und ganz hinter den Veränderungen steht, aber auch die richtige Herangehensweise der Einführung von regelmäßigen Mitarbeitergesprächen ist maßgeblich.

Anstatt neue Strukturen aufzudrängen, müssen die Mitarbeiter in den Change-Prozess einbezogen werden. Genauer gesagt: An dieser Stelle ist ihre Rückmeldung gefragt. Eine Umfrage kann helfen, die Erwartungen und Anforderungen der Mitarbeiter an eine neue Feedback-Kultur zu ermitteln. Durch das Einbeziehen der Mitarbeiter sind diese aufgeschlossener und erkennen die Vorteile der neuen Strukturen.

Es gilt regelmäßige Mitarbeitergespräche in die gewohnten, alltäglichen Strukturen des Unternehmens einzubauen. In Leistungsbeurteilungen sollte die Aufnahme von Feedback seitens der Mitarbeiter beurteilt werden. So wird sichergestellt, dass es ausreichend angenommen und umgesetzt wird. Darüber hinaus hilft es, bestimmte Rituale in den Unternehmensalltag einzubauen. So wird das Feedback zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur. Ein beliebtes Ritual ist beispielsweise das Läuten einer Glocke, wenn ein Erfolg erreicht wird.

 

Unternehmenswachstum sicherstellen

Unternehmen mit starkem Wachstum stehen durch starken Zustrom von neuen Mitarbeitern vor der Herausforderung, die bestehende Unternehmenskultur aufrecht zu erhalten. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur Manager die Feedback-Kultur des Unternehmens repräsentieren, sondern auch neue Mitarbeiter mit dieser harmonieren. Im Bewerbungsprozess und im Onboarding neuer Mitarbeiter gilt es diese an die Kultur des Unternehmens heranzuführen. Welche Einstellung der Bewerber zu einer solchen Kultur hat, kann bereits im Bewerbungsgespräch herausgestellt werden.

Neben der richtigen Herangehensweise erweisen sich zusätzlich Trainings als hilfreich, qualitative und regelmäßige Mitarbeitergespräche im Unternehmen zu etablieren und mögliche Barrieren zu meistern. Das Training bewirkt, dass Mitarbeiter sowohl im Geben als auch im Nehmen von Feedback sicherer werden. Ziel ist letztlich, dass es zur Routine wird und zum Alltag des Unternehmens wird.

 

Generationskonflikt meistern

Der Altersunterschied zwischen Mitarbeitern wird durch immer jüngere Arbeitskraft größer. Dadurch ergeben sich neue Anforderungen und Bedürfnisse an die Unternehmenskultur. Ebenso unterscheiden sich die Anforderungen an das Feedback. Während ältere Mitarbeiter aufgrund ihrer Berufserfahrung mehr Selbstsicherheit haben, ist das Bedürfnis nach regelmäßigen Mitarbeitergesprächen bei jüngeren Mitarbeitern umso größer. Dabei zieht die jüngere Generation oftmals eine technische Kommunikation dem Face-to-Face-Gespräch vor.

 

Feedback-Tools nutzen

Eine offene Feedback-Kultur, in der nach eigenen Bedürfnissen Mitarbeitergespräche in Anspruch genommen werden, hilft die Kluft zwischen Generationen zu meistern. Die Verwendung von Tools ist sinnvoll, um den technischen Anforderungen der jüngeren Generation gerecht zu werden. Anders als die älteren Generationen sind diese eine technikbasierte Kommunikation gewohnt.

Mittlerweile wird auch die Management-Ebene immer jünger. Eine technische Umsetzung bewirkt den Vorteil, dass eine anonyme Bewertung erfolgt und somit bei der Beurteilung älterer Mitarbeiter keine Hemmnisse aufkommen.

 

Multikulturalität berücksichtigen

Dass die Welt immer mehr zusammenwächst, spiegelt sich auch im Unternehmen wider. Die Unterschiede in der Herkunft der Mitarbeiter bedingt Unterschiede in den Anforderungen an Feedback. Wichtig ist, dass es den kulturellen Hintergründen angepasst ist. Während in manchen Kulturen ein direktes Gespräch bevorzugt wird, liegt bei anderen der Fokus auf Höflichkeit und Zurückhaltung.

Trotzdem hat jede Person unabhängig vom kulturellen Hintergrund ganz individuelle Anforderungen. Je nach Typ kann eine direkte und klare Aussage gewünscht oder eine vorsichtige Herangehensweise gefragt sein. Im Zweifel ist es immer der sicherste Weg, direkt nachzufragen, worauf Wert gelegt wird. In jedem Fall ist jedoch zu bedenken, dass ein zu persönliches Interesse aufdringlich erscheinen könnte. Der beste Weg ist wie so oft der Mittelweg.

 

Fazit

Das Feedback bildet die Grundlage einer guten Unternehmenskultur. Es zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu machen, ist nicht immer einfach. Mittels geeigneter Hilfsmittel und der richtigen Herangehensweise kann und sollte es jedoch unbedingt in den Alltag von Unternehmen integriert werden.