Employer Branding als Strategie im War for Talents

6. Juni 2019
Das Employer Branding als wichtige Strategie im War For Talents. © Jakub Jirsák – stock.adobe.com

Das Employer Branding ist entscheidend, um Talente zu gewinnen – Unternehmen müssen im War for Talents eine geeignete Strategie fahren, um Talente gewinnen zu können. Das Gefühl von Zugehörigkeit der Mitarbeiter zum Unternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Employer Branding ist darum ganz klar eine wichtige Strategie, um das Interesse geeigneter Kandidaten gewinnen zu können.

Unternehmenskultur sowie Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind zentrale Kriterien einer guten Arbeitgebermarke und entscheidende Faktoren im War for Talents. Überdies kann dadurch das Engagement bestehender Mitarbeiter gesteigert werden. Doch in welcher Form und in welchen Bereichen spielt das Employer Branding eine Rolle?

 

Arbeitgeberauftritt verbessern

Vorausschauende Kandidaten recherchieren den potenziellen Arbeitgeber bereits vor der Bewerbung. Sie scannen die Social Media Kanäle sowie die Unternehmenswebseite, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Die Recruitment-Philosophie sollte darum mit der Vision und der Markenbotschaft des Unternehmens im Einklang sein, so dass letztlich ein einheitlicher Auftritt im Sinne des Employer Brandings erfolgt. Wichtig ist, dass dieses auch von Führungspositionen vertreten und so durch das ganze Unternehmen getragen wird. Ganz abgesehen davon muss vor allem die Karriereseite des Unternehmens die Arbeitgebermarke widerspiegeln.

 

Employer Branding langfristig planen

Werfen wir den Blick noch weiter: Robotics, AI und andere neue Technologien finden den Weg in die Arbeitswelt sowie auch in die HR, wo sie bereits Teil des Recruiting-Prozesses werden. Digitale Plattformen und moderne Systeme unterstützen operative HR-Prozesse wie Recruiting, Talent-Branding und -Management sowie viele weitere Bereiche. Um langfristig ein gutes Employer Branding zu schaffen, muss dieses bereits im Recruiting ansetzen.

Ein gutes Employer Branding muss strategisch, orientiert an neuesten Ereignissen und nah am Mitarbeiter ausgerichtet sein. Es kann außerdem sinnvoll sein, regelmäßig das Feedback der Mitarbeiter einzuholen und so Mängel und Bedürfnisse aufzudecken. Daraus lässt sich schließen, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Arbeitgebermarke zu optimieren.

 

Interne Kommunikation nutzen

Ein gutes Employer Branding muss die Werte eines Unternehmens und dessen Kultur widerspiegeln – von der Frühung bis zum einzelnen Mitarbeiter. Tools können die Konnektivität innerhalb eines Unternehmens unterstützen, so dass Werte weiter getragen und im Unternehmen verbreitet werden. Über diese können neueste Ereignisse verbreitet, die Performance des Unternehmens und Erfolge mitgeteilt sowie neue Meilensteine verkündet werden. Die Tools ermöglichen außerdem einen interaktiven Austausch zu Themen, die für die Mitarbeiter von Relevanz sind.

Vor allem Mitarbeiterstories und Videoberichte von Führungskräften können ein Zugehörigkeitsgefühl und das Vertrauen stärken sowie Unternehmenswerte vermitteln. Ebenso binden Diskussionsforen die Mitarbeiter mehr in das Geschehen im Unternehmen ein.

 

Mitarbeiter verstehen

Bereiche wie HR und Marketing nehmen eine zentrale Rolle für den Ausbau und das Management des Employer Brandings ein. Diese müssen außerdem eng mit der IT zusammenarbeiten. Bessere Prozesse und geeignete Tools liefern Metriken und somit Einsichten, welche den Status des Employer Brandings verdeutlichen. Solche Tools können die Anzahl an Sichtkontakten und Interaktionen von Mitarbeitern im Intranet des Unternehmens erfassen. Dadurch wird das Mindset der Mitarbeiter deutlich: Was interessiert sie, was spricht sie an, was ist ihnen wichtig – und vor allem in welchen Momenten.

 

Recruiting-Strategie

Im Recruiting-Prozess nimmt das Employer Branding eine wichtige Rolle ein. Ein gutes Recruiting-Programm muss auffallen, begeistern und ergreifen. Um positiv aufzufallen, müssen Recruiting-Kampagnen vor allem Sicherheit vermitteln. Referenzen von bestehenden Mitarbeitern wirken dabei authentisch und überzeugend und der Arbeitgeber erscheint vertrauenswürdig.

Damit neue Bewerber begeistert sind, bedarf es jedoch mehr. Die Darstellung einer Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter zusammenhalten und Spaß an der Arbeit haben, weckt Begeisterung bei potenziellen Kandidaten. Aktivitäten im Unternehmen wie die Teilnahme an Wettbewerben, diverse Firmenevents oder Rituale im Arbeitsalltag vermitteln eine angenehme und abwechslungsreiche Arbeitsatmosphäre, die begeistert.

Um den Bewerber schließlich zu gewinnen, ist ein persönlicher Bezug entscheidend. Ein personalisiertes Bewerbermanagement durch direkte Kontaktaufnahme vom Arbeitgeber zeigt dabei Wertschätzung.

 

Fazit

Ein gutes Employer Branding ist die Summe aller Erfahrungen, die Bewerber im Recruiting-Prozess und schließlich ein Mitarbeiter im Unternehmen macht. Der gesamte Weg eines Bewerbers und eines Mitarbeiters ist vom Auftreten des Arbeitgebers geprägt. Die Arbeitgebermarke ist schließlich ausschlaggebend dafür, einen Kandidaten und auch den Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und von diesem zu begeistern.