Prognose für 2018 – In welche Richtung entwickelt sich HR?

24. January 2018
Der Bundesverband der Personalmanager (BPM)

Neue Herausforderungen für die Personalabteilung - Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) hat zuletzt Prognosen aufgestellt, die zeigen, inwiefern sich Personalabteilungen im kommenden Jahr weiterentwickeln müssen und welche Unsicherheiten im Personalbereich auftreten werden. Die Herausforderungen liegen vor allem in der Entwicklung fortschrittlicher Unternehmensorganisation, der Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle, der Balance zwischen Datenschutz und Datenanalyse sowie der Weiterbildung im digitalen Bereich.

 

Flexibles Arbeiten steht auf der Tagesordnung

Betrachten wir zunächst die neuen Anforderungen an Organisationsstrukturen und Geschäftsmodelle mit besonderem Blick auf virtuelle Teams und den Umgang mit freien Mitarbeitern. Agilität, Design Thinking und flexibles Arbeiten sind die Antworten auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Auch die Personalabteilung sollte sich von neuen Organisationsansätzen inspirieren lassen. Der Bedarf nach Homeoffice- und Jobsharing-Angeboten kann gedeckt werden, indem die Personalabteilung in die Rolle des Vermittlers schlüpft und derart das dezentrale Arbeiten fördert. An dieser Stelle ist der Austausch zwischen Unternehmen und Politik entscheidend, um die Unsicherheit vieler Unternehmen bezüglich Daten- und Arbeitsschutz im Homeoffice zu bewältigten.

 

Das Potential von Daten

Die neuen technologischen Möglichkeiten bieten immer präzisere Mitarbeiterdaten, deren Potential nicht ausreichenden ausgeschöpft wird und das, obwohl die zielgerichtete Auswertung von Personaldaten große Chancen für die Entwicklung eines Unternehmens parat hält. Die neuen technischen Mittel zeigen aber auch, dass Fortbildungsangebote, Kooperationen mit innovativen Dienstleistern und neue hochspezialisierte Berufsbilder im Personalbereich gefragt sind.

 

Ohne Weiterbildung kein Weiterbestehen

Der digitale Wandel ist längst jedem ein Begriff und doch verliert er nicht den Status einer Eilmeldung. Die Anforderungen an Unternehmen und deren Mitarbeiter werden immer wieder neue Formen annehmen und auch neue Berufsbilder hervorbringen. Die digitale Weiterbildung von Mitarbeitern ist somit unumgänglich. An dieser Stelle ist es die Aufgabe der HR, ein Lernen am Arbeitsplatz in Echtzeit zu etablieren, um auf Neuerungen vorbereitet zu sein. Nur so ist auf lange Sicht eine internationale Wettbewerbsfähigkeit umsetzbar.

 

Bewerbungsprozess geht nicht nebenbei

Die besten Mitarbeiter bedingen ein gutes Arbeitsklima und ein gutes Arbeitsklima bedingt den bestmöglichen Erfolg eines Unternehmens. Das sind keine Neuigkeiten! Die Suche nach passenden Bewerber war immer eine Herausforderung und sie wird es immer mehr. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich zum Kampfschauplatz um die besten Köpfe. Der Recruiter wird immer mehr zum Dienstleister, der Bewerber sein Kunde und der Bewerbungsprozess zum Recruitainment.

 

Wenn HR automatisiert erfolgt

Die Technologisierung hat noch lange nicht ihr Limit erreicht und wird auch in 2018 für Erstaunen sorgen. Die Personalarbeit hat vor allem die Automatisierung von routinierten Verwaltungstätigkeiten zu erwarten, so dass sich der Personaler zu einem internen und externen Dienstleister entwickelt. Die Bedingung ist jedoch, dass HR auf dem neuesten Stand bleibt, sich Digitalkompetenzen aneignet und technische Mittel zu Nutze macht, den eigenen Bereich somit modernisiert und gleichzeitig die Bereitschaft zur Veränderung verkörpert, die sie von den Mitarbeitern fordern.

 

2018 werden sich einige Baustellen in den Personalabteilungen auftun. Entscheidend ist, sich diesen bewusst zu sein, sich ihnen anzunehmen und sie sich zu Nutzen zu machen.