Blog

Salesforce Artikel

23. März 2017

Salesforce Artikel

Posted on Posted in Uncategorized

Die HR-Abteilung im Diamantenfieber

 

Mär 22, 2017 By Ausgabe Vier in Nah Magazin

 

HRlab revolutioniert die Arbeit der Personalabteilung, indem es ihr ermöglicht, das gesamte Potenzial der Daten zu nutzen, erklärt Gründer und Geschäftsführer Kay Ackermann. Für ihn sind Daten mehr als das neue Gold ­- sie sind die neuen Diamanten.

Betritt man die Büros von HRlab, fühlt man 
sich an die Atmosphäre eines Start-ups erinnert.
 Die großzügigen Räume stehen voll mit Schreibtischen, es findet reger Austausch statt. Dabei ist die hinter HRlab stehende tridion GmbH bereits seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich – auf einem Gebiet,
 das vielen ziemlich trocken erscheint. Besonders kleine und mittlere Unternehmen lagern ihre Standard-Geschäftsprozesse im Personalwesen
häufig an sie aus, allen voran die monatliche Lohn-
und Gehaltsabrechnung. Vermeintlich sind die Anforderungen an solche Aufgaben wenig komplex,
 da regelmäßig wiederkehrend. Das ist jedoch keineswegs korrekt. Denn die Abrechnung ist lediglich
 ein kleiner, wenn auch sehr wichtiger, Bruchteil des Spektrums einer HR-Abteilung.

People Analytics Vorreiter

„Mitarbeiter sind das höchste Gut eines Unternehmens, und auch das teuerste“, sagt Kay Ackermann, Head 
of Business Development, der mit seinem Team vor zweieinhalb Jahren mit der Entwicklung von HRlab bei Tridion Digital Solutions begann. „Dass der Arbeit der HR- Abteilungen oft immer noch so wenig Bedeutung beigemessen wird, ist ein Missstand, der Unternehmen künftig immer teurer zu stehen kommen wird.“ Besonders mit Blick auf den immer drängenderen Fachkräftemangel, der so manches Unternehmen in Schieflage zu bringen droht: Denn was nützen eine brummende Konjunktur und positive Auftragslage, wenn das Personal dafür fehlt und die HR nicht in die Lage versetzt wird, qualifizierte Kandidaten zu finden, zu gewinnen und zu halten?


Als Vertreter der digitalen Generation
 hatte Kay Ackermann bei der Entwicklung von HRlab von Beginn an das Potenzial der Daten 
im Blick. „Alle sagen, Daten seien das Gold des
 21. Jahrhunderts. Ich würde sogar sagen, sie
 sind die Diamanten“, erklärt Ackermann. Dieses Bild ist überaus treffend: Denn um aus in Minen geschürften Rohdiamanten edle Schmuckstücke zu schaffen, gilt es sie zu schleifefn und zu veredeln. Nicht weniger tut HRlab als einer der deutschen Vorreiter für People Analytics mit seiner Datenplattform: HR-Verantwortliche werden damit in die Lage versetzt, aus dem vorhandenen Konvolut an Personalinformationen aus verschiedensten Quellen tiefe Erkenntnisse in Echtzeit zu ziehen. Sie ist damit ein Paradebeispiel für die disruptiven Potenziale der intelligenten Datennutzung.

Excel: Alte Liebe rostet doch

„Das Personalwesen im Jahr 2017 liebt immer noch seine Excel-Liste“, stellt Ackermann fest. „Ihre Statik, Fehleranfälligkeit und mangelnde Transparenz verhindern jedoch, dass HR ihre Rolle so strategisch und proaktiv ausfüllen 
kann, wie sie es eigentlich müsste.“ HRlab ist keine HCM (Human Capital Management)- Lösung, sondern eben eine Plattform, die alle Mitarbeiterdaten verwaltet sowie Daten aus bisherigen Insellösungen für Lohn und Gehalt, bAV, Zeiterfassung und so weiter bündelt und in Echtzeit auswertbar macht. People Analytics und HR Tech sind Trends aus den USA, die im Kontext der Digitalisierung sämtlicher Bereiche auch in Europa zunehmend Einzug halten. „Bei unseren Kunden gibt es vielfältige Erfolgsgeschichten, weil wir ihnen die Möglichkeit geben, ihren Datenschatz zu heben. Dadurch können viele erstmals Themen wie Performance Management in der Personalarbeit angehen. Sie können Daten korrelieren und erhalten dadurch Aufschluss, an welchen Schrauben sie drehen müssen, um beispielsweise Krankenstand oder Fluktuation zu verringern, und verfügen über bessere Grundlagen für die Budget-Planung bei neu zu besetzenden Stellen“, erklärt Ackermann die Idee von HRlab. Kurzum: Jeder Datenpunkt aus jedweder Quelle lässt sich zu anderen in Bezug setzen. Daraus entstehen Analysen, die es der HR ermöglichen, auf fundierter Datenbasis strategisch zu handeln. Das reicht von der Personalplanung über die -entwicklung bis hin zur -gewinnung.

 

Wettbewerbsfaktor Recruitment

 

Besonders in den USA steht das Thema Recruitment im Fokus von People Analytics.
 Es veranschaulicht das Potenzial der Daten im Personalbereich besonders deutlich. „Das Finden und Überzeugen der besten Kandidaten ist eine echte Herausforderung“, erklärt Ackermann. „Denn die Motivation, sich für einen neuen Arbeitgeber zu entscheiden, liegt auf diesem Niveau nicht allein in der monetären Vergütung. So muss beispielsweise ein Hidden Champion, der im Umland sitzt, ein entsprechend attraktives Angebotspaket schnüren, das die Erwartungen und Bedürfnisse eines Top-Kandidaten im Hinblick auf Faktoren wie Vision, Identifikation und Aufgabengebiet erfüllt – sodass sich dieser für den Umzug in eine abgeschiedene Region entscheidet. Nur wenn dem Unternehmen die dafür notwendigen Informationen und Daten zur Verfügung stehen, wird ihm das gelingen.“

Aus Herausforderungen wie diesen lassen sich KPIs ableiten, die dabei helfen, den optimalen Kandidaten zu finden und zu gewinnen. Dazu gehören neben Erfahrung und Qualifikation auch Informationen über persönliche Interessen oder gar Prognosen, wie wahrscheinlich ein Wechsel des Favoriten ist. Hinzu kommt, dass besonders High Potentials zumeist nicht ohne weiteres auf
 dem Markt verfügbar und kaum auf klassischen Stellenportalen zu finden sind. In den USA existieren deshalb bereits heute Anbieter, die Daten aus den unterschiedlichsten Quellen
 wie beispielsweise über Social Listening aggregieren. Das Ziel ist, eine Echtzeit- Intelligenz und Prognosemöglichkeiten für Recruiter und Personalabteilungen bereitzustellen. „Predictive People Analytics ist genau das, wohin die Reise geht – und zwar nicht nur beim Recruiting, sondern für alle strategischen HR-Bereiche“, erläutert Ackermann.

„Interessant ist ja, dass die meisten Unternehmen eigentlich verstanden haben,
 dass sie ihre Daten intelligent nutzen müssen, um erfolgreich zu sein“, so Ackermann. „Eine Sales- Abteilung ohne CRM ist heute kaum vorstellbar.“ Dass die HR-Abteilung dabei
 noch in den Kinderschuhen steckt, liegt unter anderem an den strengen, aber auch wichtigen Datenschutzbestimmungen besonders in Deutschland. „Deshalb investieren wir auch viel Power und Geld in dieses Thema. Die gesamte gesellschaftliche Entwicklung ist datengestützt und dies wird sich auch nicht mehr ändern“,
 ist Ackermann überzeugt. „Das ist auch gut so: Denn am Ende überwiegen die Vorteile – sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer.“

Zurück zum Blog