Pausenzeiten sinnvoll einsetzen und nutzen

20. Dezember 2018
Pausenzeiten sind unverzichtbar © stokkete – stock.adobe.com

Work-Life-Balance, Selbstorganisation, Pausenzeiten und Arbeitsklima – Zur Adventszeit bietet der HRlab Tipp-Tank jede Woche Tipps und Tricks gegen den Stress am Jahresende. Während so mancher auf eine besinnliche Adventszeit hofft, sieht die Realität meist anders aus. Gerade zum Jahresende erreicht der Stresspegel seinen Höhepunkt. Es häufen sich die To-Dos, die noch unbedingt vor dem neuen Jahr erledigt werden müssen. Der Kalender ist voll mit Weihnachtsfeiern und Erledigungen für die Festtage. Zusätzlicher Betrieb auf der Arbeit bringt schließlich den Stresspegel an die Grenzen. Feedback, Bilanzen und Planungen fürs kommende Jahr stehen an. Die HRlab Tipp-Tank Reihe zur Adventszeit gibt jede Woche Tipps und Tricks an die Hand, wie der Stress gehandelt und die Adventszeit besinnlich werden kann.

 

Pausenzeiten richtig nutzen

Für ausreichend Produktivität am Arbeitsplatz sind Pausenzeiten ein entscheidender Faktor. Viele nehmen Pausenzeiten jedoch nicht wichtig genug. Die meisten wissen nicht, wann ihr Pensum voll und Energien aufgebraucht sind. Dabei brauchen wir regelmäßig Abstand zur Arbeit und können uns nicht non-stopp mit unseren Aufgaben beschäftigen. Bewusste Pausenzeiten sind zwingend erforderlich, um optimal performen zu können.

Pausenzeiten bewirken, dass Mitarbeiter zufriedener mit ihren Aufgaben und konzentrierter sind. Zu viele Pausenzeiten sind jedoch kontraproduktiv. Es besteht die Gefahr, dass der Fokus auf eine bestimmt Aufgabe verloren geht und die Ergebnisse leiden. Die richtige Portion an Pausenzeiten ist entscheidend. Feste Strukturen und Routinen sind notwendig, um regelmäßig ausreichend Abstand zur Arbeit zu gewinnen. Mit ein paar Tricks können Pausenzeiten sinnvoll eingesetzt und genutzt werden.

 

Tipp 1: Den geeigneten Zeitpunkt wählen

Für manche sind frühe Pausenzeiten besser, während andere späte Pausenzeiten bevorzugen. Letztlich ist entscheidend, dass jeder für sich herausfindet, wann Pausen sinnvoll sind und diese die Produktivität ankurbeln. Oftmals machen wir erst eine Pause, wenn Erschöpfung eintritt. Zu spät! Es ist umso mehr Zeit notwendig, um die aufgebrauchten Energieressourcen wieder aufzufüllen. Somit ist es besser in Pause zu gehen, bevor die Erschöpfung überhaupt eintritt.

 

Tipp 2: Die optimale Anzahl an Pausen bestimmen

Wie viele Pausen optimal sind, ist abhängig von der Person und der Tätigkeit. Bei kreativen oder herausfordernden Aufgaben können längere Pausen notwendig sein. Bei alltäglichen und sich wiederholenden Aufgaben können dahingegen mehrere aber kürzere Pausen nützlich sein. Letztlich muss jeder für sich herausfinden, was für einen selbst am besten ist. Ein Orientieren an den Pausenzeiten anderer bringt nichts.

Durch Beobachten der Konzentration und Motivation zeigt sich, wann Pausen notwendig sind. Ein Protokollieren der Pausenzeiten verdeutlicht, wie viele und wie lange Pausen durchschnittlich genommen werden. Darüber hinaus ist zu beobachten, wie die Pausen verbracht werden und wie stark die Neigung zu Ablenkung ist. Oftmals ist die Ablenkung der Vorbote von Ermüdung. Es ist darum besser eine Pause zu machen, bevor die Müdigkeit zuschlägt. Nach ein paar Tagen zeigt sich bereits, wann und wie viele Pausen nützlich sind. Es braucht nur wenige Wochen, bis die neuen Strukturen zur Gewohnheit werden und der Arbeitsalltag mit ausreichend Pausenzeit gestaltet ist.

 

Tipp 3: Die Pause sinnvoll verbringen

Indem wir Pausen mehr Aufmerksamkeit schenken, entwickeln wir auch ein Bewusstsein dafür, was wir genau in dem Moment brauchen. Pausenzeiten dienen dazu, sich mit etwas anderem als der Arbeit zu beschäftigen. Auch hier gilt: Je nach Tätigkeit ist eine andere Art der Pause hilfreich. Bei körperlicher Arbeit tut es gut, den Körper auszuruhen. Bei Schreibtischarbeit tut es gut, in der Pause die Augen vom Screen abzuwenden und sich zu bewegen. Der Schlüssel ist, sich in der Pause in andere Umstände zu begeben, die sich von denen während der Arbeit so weit wie möglich unterscheiden.

Eine Pause wird effektiv genutzt, wenn sie an eine beliebte Aktivität geknüpft ist. Ressourcen werden dadurch schneller nachgefüllt. Es hilft sich kurz vorher zu überlegen, was die Pause bringen soll und diese dann entsprechend zu verbringen. Der Einstieg zurück in die Arbeit fällt leichter, wenn der Arbeitsplatz bereits so vorbereitet ist, dass eine Aufgabe nach der Pause direkt angegangen werden kann. Es reicht bereits aus, den Schreibtisch zu organisieren oder dafür notwendige Dokumente zu öffnen.

 

Fazit

Letztlich geht es nicht darum, Pausen nach empfohlenen Standards zu machen. Pausen haben dann einen größtmöglichen Effekt, wenn sie nach eigenen Bedürfnissen genommen werden. Wann, wie lange und mit welcher Aktivität Pausen verbracht werden, ist ausschlaggebend für eine möglichst effektive Nutzung von Pausenzeiten. Finden Sie für sich heraus, was für Sie am besten funktioniert und genießen Sie die Adventszeit!